„Bewegungs Kunst“ am Karlsgymnasium 

Es begann zu Zeiten des differenzierten Sportunterrichts am Beginn der 90-iger Jahre, als es noch die Möglichkeit gab, einzelne Talente, in diesem Fall zwei Schüler, die sich der Jonglage verschrieben hatten und sich „Duo Hackfleisch“ nannten, im Rahmen des Sportunterrichts individuell zu unterstützen. Mit der Neuerung innerhalb des Sport-Lehrplans, Leistung nicht nur mit Stoppuhr und Maßband zu bewerten, sondern auch kreative, zirzensische Elemente aufzunehmen, eröffnete sich ein weites Feld der alternativen Bewegungsmöglichkeiten und -erfahrungen. 
 So konnte ich in meiner Tätigkeit als Sportlehrer durch gezielte Fortbildung meinen Erfahrungsschatz in den Zirkuskünsten ausbauen und weitergeben. Ab Mitte der 90er Jahre wurde fleißig für einen ersten größeren Auftritt vor heimischem Publikum trainiert – „Space and Balls“ (1996) war geboren und somit der Anfang einer Reihe von Varieté-Shows, die sich in ihrem Niveau stetig steigerten.
 Nachdem Akromania I und II noch in der Sporthalle an der Münchner Allee stattfanden, konnte mit dem Bau der neuen Mehrzweckhalle im Karlspark auf die Bedürfnisse und Anforderungen an technischen Ausstattungen der Bewegungskünstler (Bühne, Lichtanlage, Sky-Jump-Vorrichtung, Chinese-Pole, …) eingegangen werden, was zu einem größeren „Quantensprung“ hinsichtlich der künstlerischen Umsetzung führte. Die außergewöhnlichen Erfolge von „Aqcuida“, 2008 und „Emilys vergessenes Glück“, 2011, sowie "Acrolution", 2015, vor heimischem Publikum (jeweils über 1500 Zuschauer) brachten dies zum Ausdruck.